19 Juli 2014

Rezension zu "Ein Mann, ein Ring" von Mathias Taddigs

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Titel: Ein Mann, ein Ring
Autor: Mathias Taddigs
Preis: 8,99€ [D]; 9,30€ [A]
Seitenanzahl: 255
Meine Wertung: Drei Vögelchen
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-16968-9
Will ich kaufen!


Können Pechvögel eigentlich fliegen? Auf Mallorca schon!

Felix hat zwei große Schwächen: seine Freundin Nina- und seinen Hang zu Fettnäpfchen jeglicher Art. Diese Kombination entpuppt sich geradezu als fatal, als Felix beschließt, besagter Nina endlich die Frage aller Fragen zu stellen. Der obligatorische Diamantring ist zwar schnell besorgt, doch schon der Start in den romantischen Pärchenurlaub auf Mallorca erweist sich als ausgewachsene Beziehungsprobe. Denn auf der Lieblingsinsel aller Deutschen warten dummerweise nicht Sommer, Sonne, Strand, sondern stattdessen jede Menge Regenwetter, Felix' Ex und eine gemütliche Gefängniszelle...

Hm, nun Ja. Ich mochte den Einstieg, da nichts unnötig lang gezogen wurde und auch der Rest des ja relativ dünnen Buchs ging rasch über die Bühne. Auch die Idee war nicht schlecht und der Autor hat sich definitiv einige kreative Dinge ausgedacht. Was bei einem Heiratsantrag alles schief gehen kann - Holla, die Waldfee!
Jedoch Felix' gute Absichten in allen Ehren - aber der Typ hatte nicht einfach nur Pech, manchmal war er einfach nur dämlich. Sorry. Das ist auch mitunter das was mir nicht so gut an dem Buch gefallen hat - Die Charaktere. Die Mitreisenden von dem jungen Pärchen bestanden aus noch zwei anderen Paaren und einem kleinen Jungen, und der Satansbraten war um ehrlich zu sein so ziemlich der einzige, den ich wirklich mochte. Denn die angeblich "Erwachsenen" haben sich einfach nur idiotisch und albern aufgeführt und ich frage mich gerade ernsthaft, ob alle Volljährigen so viel trinken. Felix fand ich wie gesagt etwas bescheuert - denn er macht sich viele Dinge einfach nur unnötig schwer, was mir tierisch auf den Keks ging. Und Nina, seine Freundin, fand ich nervtötend zickig. Ich meine von dem Schwachsinn, den Felix verzapft bekommt sie denke ich das Meiste ab, aber ihre Eifersuchtsattacken und unnötigen Ausraster waren einfach nur nervig. Obwohl man ihr zugute halten muss, dass sie sich immer ziemlich schnell wieder eingekriegt hat.
Der Schreibstil war locker und flüssig zu lesen - das mochte ich sehr, genauso wie den Humor des Autors. Ich habe mich jetzt nicht wirklich weggeschmissen vor Lachen, aber ab und zu konnte der Roman mir zwischen dem ganzen Kopfschütteln doch ein kleines Grinsen entlocken. Und wie gesagt - der Plot war eigentlich auch gut. Der Heiratsantrag hat einen perfekten roten Faden gebildet, nur manche Hindernisse, die sich dem ach so armen Felix in den Weg stellen erschienen mir manchmal ein bisschen ebenso bescheuert wie Felix selbst. 


Das finde ich gut. Schöne Farben, gelb und blau, es ist auffällig, nicht überladen. Gefällt mir gut. 



Es war nicht ganz so mein Fall, aber für zwischendurch ist es ganz nett (:


Also, ich Danke herzlichst dem Bastei Lübbe Verlag und Blogg Dein Buch!
Und Euch alles Liebe!
Natalie





08 Juli 2014

Rezension zu "Der Hobbit" von John Ronald Reuel Tolkien

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Titel: Der Hobbit [Orginialtitel: The Hobbit]
Autor: John Ronald Reuel Tolkien
Preis: 14,95€
Seitenanzahl: 384
Meine Wertung: Vier Vögelchen
Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 978-3-608-93977-4
Will ich kaufen!


Bilbo Beutlin ist ein Hobbit, der ein ruhiges, beschauliches Leben im Auenland genießt. Als aber eines schönen Tages der Zauberer Gandalf und dann auch noch dreizehn Zwerge vor seiner Tür stehen, ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Alle zusammen haben eine abenteuerliche Reise vor sich: Sie wollen einen sagenhaften Schatz zurück erobern, den einst der Drache Smaug an sich gebracht hat. Aber Smaug ist nicht nur riesig, sondern auch fürchterlich gefährlich... Und dann gibt es da auch noch einen geheimnisvollen Ring.


Zu dem Buch kam ich durch meine Schwester, welche es in ihrem Schrank stehen hatte und es dort verstauben lies. Natürlich war ich ziemlich neugierig auf das Buch - Wer kennt schon nicht "Der Herr der Ringe" und dadurch zwangsläufig natürlich auch "Der Hobbit"?
Also begann ich zu lesen und wurde hineingeworfen in eine fantastische Welt mit all den Fabelwesen, die ich schon aus meiner Kindheit kenne - Zwerge, Trolle, Zauberer, Drachen, Orks.
Die Menschen waren schon immer fasziniert vom Magischen und Übernatürlichen, also kein Wunder, dass "Der Hobbit" so berühmt geworden ist! Aber am meisten zog mich in den Bann, wie Tolkien alles neu auslegte, sich sogar eigene Wesen ausdachte und diese Welt nicht nur zu einer Neuauflage von schon einer zum eine millionsten Mal erzählten Geschichte machte. Das bewundere ich sowieso immer am meisten - nämlich Einfallsreichtum! Und es soll doch bitte nicht so schrecklich vorhersehbar sein! Auch hier enttäuscht "Der Hobbit" keinesfalls, denn jeden Moment kann hinter der nächsten Ecke das nächste Monster lauern und sich auf die Helden stürzen und Langweile kommt schon mal gar nicht auf, denn meistens lauert tatsächlich hinter jeder Ecke irgendein neues Hindernis, welches das Abenteuer erst so richtig abenteuerlich macht. Ganz im Ernst? Es ist eine grandiose Geschichte! Ich kenne "Herr der Ringe" noch nicht, aber Tolkien hat definitiv Fantasie, und die ist unglaublich wichtig, wenn man seine Leser fesseln und entführen möchte, sodass sie alles um sich herum vergessen und vollkommen in die Geschichte eintauchen, sodass man sich fühlt, als wäre man tatsächlich da! Also liebe Autoren, nehmt euch an Tolkien ein Beispiel :D
Was nicht ganz so mein Fall war, war der Schreibstil. Er war einfach gehalten, aber fast schon ein bisschen langweilig. Manche Sachen wurden (meiner Meinung nach) unnötig genau beschrieben, andere wiederum fast gar nicht. Der Schreibstil klingt auch irgendwie sehr distanziert, und man fühlt sich den Charakteren nicht wirklich nahe, eher, wie wenn man von oben auf die Geschehnisse schaut, und nicht direkt daneben steht. Dadurch wurde einiges an Gänsehautfeeling versaut, denn es waren schon einige zum-Nägel-abkauen-Momente dabei. Das fand ich ein bisschen schade, vor allem, da wirklich liebenswerte Charaktere dabei sind, über die man so gern mehr erfahren möchte.
Denn die Protagonisten waren meiner Meinung nach eigentlich grandios aufgebaut, jeder hatte seine Macken, wodurch sie vor allem richtig menschlich und authentisch wirkten, das mochte ich sehr, nur wurde halt nur an ihrer Oberfläche gekratzt, wodurch sie für meinen Geschmack zu blass blieben.
Was ich auch richtig toll fand, ist die Wandlung, die Bilbo Beutlin, der Hauptprotagonist durchmacht, von Seite zu Seite wird er einem sympathischer. Er legt seine Ängste ab und seine Bequemlichkeit, seine Loyalität und sein Drang sich zu beweisen steigern sich immer weiter und vor allem ist Bilbo bodenständig. Das mag ich sehr an ihm. Materielle Dinge interessieren ihn nicht, er weiß kostbare Dinge wie Ruhe und Frieden zu schätzen, und das ist eine wertvolle Eigenschaft, wie ich finde.


Ich finde Filmcover von Büchern grundsätzlich immer blöd, selbst wenn sie schön sind, so wie das hier. Ich habe aber dennoch das genommen, weil es eben auch das von der Ausgabe meiner Schwester war

(*Hier kurzes Danke an sie einfüg*, auch wenn ich genau weiß, dass du es eh nicht haben willst oder jemals lesen wirst - schade eigentlich!)

Selbstverständlich gibt es noch viele, viele andere Cover!


Eine atemberaubende Geschichte - kreativ, spannend, mitreißend, aber blasse Charaktere und nun ja, der Schreibstil ist natürlich Geschmackssache ;)


Das gibt...





Also, ich finde das Buch richtig gut und besorge mir hoffentlich demnächst mal "Herr der Ringe"
Letztens habe ich dann auch die erste Verfilmung von "Der Hobbit" angesehen (Natürlich erst nachdem ich es gelesen hatte!) und fand sie (Für eine Buchverfilmung) gar nicht schlecht. Ich habe für den Film sogar schon meine erste Filmrezension vorbereitet, mir Notizen gemacht und so weiter, jetzt hoffe ich, dass ich bald dazu komme, das in eine richtige Kritik zu verwandeln und auch bald zu veröffentlichen (:
Bis dahin...
Euch alles Glück dieser Welt und zauberhafte Julitage!

Wer hasst alles noch die Hitze? Ich hätte gerade so gerne Schnee! :D
Eure Natalie