30 Juli 2013

Rezension zu "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green



Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter [Originaltitel: The Fault In Our Stars]
Autor: John Green
Preis: 16,90€ [D] ; 17,40€ [A]
Seitenanzahl: 288
Meine Wertung: 5 Federviecher
Verlag: Hanser
ISBN: 978-3-446-24009-4
Will ich kaufen!


„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

»Wer hier nicht weint und nicht lacht, fühlt wohl schon lange nichts mehr... Das ist kein Jugendbuch, sondern Literatur für alle - anmutig, komisch, kostbar« 
~ Werner Bartnes in der Süddeutschen Zeitung

»So ehrlich und intensiv wie nichts sonst, was ich in letzter Zeit gelesen habe, weder in Jugendbüchern noch in anderen.« 
~ Lev Grossman, Time Magazine

Haaach *seufz* kennt ihr das, wenn ihr ein TOTAL gutes Buch gelesen habt und ihr wollt am liebsten zehntausend Seiten darüber schreiben um zu verdeutlichen wie total gut es ist? Aber dann fällt euch nichts anderes ein, außer, dass es total gut ist?
Wenn Ja - Willkommen im Club!
Wie soll ich sagen? "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" glänzt einfach in jedem Bereich, in jedem Kriterium mit der Bestnote. Mich stört nichts. Irgendwie, und selbst wenn ich mich über manche Stellen aufgeregt habe, finde ich alles so perfekt wie es ist. Es ist einfach nichts hinzuzufügen. 
Der Einstieg ist gut gewählt, es kommen keine Irritationen auf.
Es ist mit viel Witz gerieben, mit Humor und einer Prise Sarkasmus und so etwas liebe ich! Der Schreibstil insgesamt hatte nichts schnulziges an sich, aber war dennoch voller geballter Emotionen. Man hat mit den Protagonisten mit gelitten. Und Krebs ist wirklich eine verdammt scheiß Krankheit. 
Der Plot, die Story - Alles super! Es ist im Prinzip eine Geschichte, wie sie jedem Krebskranken Kind widerfahren kann. Das besondere an der Story machen die Figuren aus - Allen voran natürlich Hazel und Augustus. Ein tragisches sowie perfekt zueinander passendes Liebespaar. Beide haben mich unglaublich beeindruckt. Deren Intellekt war irgendwie zu hoch für mich :D 
Für mich ist dieses Buch auf seltsame Weise auch irgendwie eine Antwort auf so viele Fragen. Es ist wie eine Erleuchtung. Die Ansichten des Autors, die in das Buch sicher irgendwie mit eingeflossen sind, scheinen für mich irgendwie genau den Punkt zu treffen. Auch die Eltern von Hazel und Augustus waren sehr real charakterisiert und gut nachvollziehbar. Muss echt scheiße sein, ein krebskrankes Kind zu haben. 
Dann gibt es noch zum Beispiel Isaac, der die beiden irgendwie zusammen gebracht hat und jetzt
Kleiner Spoiler
leider blind, aber glücklicherweise Krebsfrei ist.

Und Van Houten, diesen Arschloch-Schriftsteller. Der Mann ist wie ein Schlag ins Gesicht, weil er einfach so rücksichts- und respektlos ist, dass es schon fast nicht mehr schockierend ist. Kommen wir ihm ein bisschen entgegen und sagen es liegt an
Noch ein kleiner Spoiler
seinem übermäßigen Alkoholkonsum und seiner toten Tochter.

Und Hazel hat Recht: Er kann einem wirklich leid tun.


Das Cover gefällt mir sehr gut und passt durch den Fokus auf den Sternenhimmel auch sehr gut zum Inhalt. 
Was mich jedoch dazu bewegt hat das Buch überhaupt in die Hand zu nehmen war der Titel. Keine Ahnung wieso, aber der hat mich sofort aufmerksam werden lassen. Wenn man nur das Wort "Schicksal" nimmt passt der Titel auch zum Buch, weil es inhaltlich auch einiges mit Schicksal zu tun hat, mit dem Universum. Aber in diesem Satz: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", da passt er fast schon wieder nicht. Denn inwiefern soll uns das Schicksal denn bitte verraten? Schicksal ist Schicksal (Jetzt außen vorgelassen, ob es das nun gibt oder nicht) und es hat uns nie versprochen fair zu sein. Aber ich will hier nicht elendslang rumphilosophieren, aber eine Diskussion wär das Thema schon wert.

Und hier nochmal das amerikanische Cover, weil ich sowas immer sehr interessant finde:




Ein emotionaler, berührender, kluger, humorvoller, geistreicher Roman mit toller Story, tollen Charakteren in dem alles so wie es ist perfekt ist.


   


Alles, Alles Liebe!

Eure Natalie (:

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