31 Juli 2013

Glaubt ihr eigentlich an Schicksal?

Guten Abend ihr Hübschen (:

Als ich vor ein paar Tagen zum zweiten Mal "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green gelesen habe, bin ich mal wieder über das Thema  Schicksal gestolpert. 

Und da dachte ich mir, das wäre doch mal interessant zu erfahren, was andere darüber denken, oder ob sie überhaupt irgendetwas darüber denken. Vielleicht bin ich ja auch die Einzige, die sich über so einen Schwachsinn den Kopf zerbricht :D

Ich persönlich glaube ja an Schicksal, zumindest bis zu einem gewissen Punkt.
Es gibt ja auch Leute, die versuchen in allem ein Zeichen zu sehen und denken absolut nichts ist dem Zufall überlassen. So extrem glaube ich jetzt nicht dran.
Doch stellt sich zunächst einmal die Frage: Was genau ist eigentlich Schicksal?!
Ist Schicksal dasselbe wie Gott, der uns einen Weg vorbestimmt hat und uns hilft diesen zu gehen?
Ich persönlich denke ja, wenn es tatsächlich etwas wie Schicksal gibt, ist es dasselbe wie der Gott, an den so viele, aber immer weniger Menschen glauben. Allerdings glaube ich nicht, dass das Schicksal von einer bewusst handelnden Person bestimmt und verkörpert wird. Eher wie ein Computer, der arbeitet und arbeitet und alles ist miteinander vernetzt, wenn ihr versteht was ich meine.
Ich denke, Schicksal heißt nicht, dass für uns etwas vorgesehen ist, dass wir keinen freien Willen haben und unser Leben schon von vorne rein geplant ist. Ich denke, Das Schicksal ist wie ein kleiner Hinweis, wie der allwissende Erzähler im Buch, der alles sieht und hört. Nur kann hier der Erzähler eingreifen, tut es aber dennoch nicht. Eben, wie schon erwähnt, wegen dem freien Willen. Wir alle haben diesen freien Willen und wir haben unsere eigenen Gedanken auf denen unsere Taten folgen, für die wir selbst die Verantwortung tragen. Man hat immer eine Wahl. Und würde der Erzähler eingreifen, wäre diese Wahl weg. Wir wären nicht mehr wir, sondern Marionetten. Also schickt uns der Erzähler kleine Hinweise, die wie ein gut gemeinter Rat wirken: Manchmal erkennt man sie nicht als das, was sie sind und befolgen tun wir sie nur, wenn wir wollen und es für richtig halten. Also schreiben wir dennoch selbst unsere Geschichte.
Und wenn das nicht gerade zu wirr und seltsam und unverständlich war, wisst ihr jetzt so in etwa, wie ich darüber denke.
Zudem denke ich auch, dass das Schicksal auch was mit dem allseits bekannten Karma zu tun hat. Karma - Und was ist das schon wieder?? Karma bezeichnet - Achtung Wikipedia - ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Also im Grunde, jeder bekommt das, was er verdient. Klingt fair finde ich.
Und auch daran glaube ich, denn wie ätzend wäre eigentlich unsere Welt ohne solch eine Gerechtigkeit? Die Tatsache, dass Menschen anderen Menschen nicht einfach schaden können und niemals lernen und merken wie falsch das ist. Ich bin jetzt nicht sonderlich rachsüchtig oder etwas in der Art, ich finde nur man benötigt ein gewisses Gleichgewicht.
Und den Ausgleich zu unserer Ungewissheit und der Art, wie wir vollkommen blind und orientierungslos durchs Leben stolpern, ist eben das Schicksal,
der Ausgleich zu begangenen Taten eben das Karma.

Und jetzt noch eine Frage an mich selbst:
Warum glaube ich an das Schicksal? Glaube ich daran, weil ich den Glauben brauche, um in dieser Welt jeden Tag noch etwas Gutes zu sehen und etwas Sicherheit und Hilfe? Oder glaube ich daran, weil ich wirklich denke, dass es wahr ist?

Tja, gute Frage. Es kommt so oft vor, dass wir uns selbst belügen und uns selbst etwas einreden - Woher verdammt wissen wir bitte, wann genau das der Fall ist? Also können wir nicht mal auf unsere eigenen Gedanken vertrauen? Herrgott - Davon bekommt man ja Kopfschmerzen!
Woher weiß man, dass etwas die Wahrheit ist?
Ich denke die Antwort ist niemals. Wir wissen schon mal gar nichts. Wir können nur glauben etwas zu wissen, aber hundertprozentig sicher sein kann man sich absolut nie. Irgendwie ein deprimierender Gedanke, oder nicht? Dass wir eigentlich rein gar nichts wissen, obwohl wir ja angeblich so intelligente Lebewesen sind. Ja, wirklich sehr, sehr intelligent. Hört man die Ironie heraus? Aber darüber will ich jetzt nicht auch noch stundenlang quatschen.

Also, wenn ihr bis hier gelesen habt und tatsächlich eine Meinung zu dem Thema habt oder euch meinetwegen gerade eine gebildet habt oder euch eine bildet, dann stimmt doch bitte oben auf der rechten Sidebar ab, nur zwei Klicks und das wars, ob ihr nun an Schicksal glaubt oder nicht. Wenn ihr eure Gedanken dazu jedoch noch weiter ausführen wollt, weil euch keines der Antworten passend erscheint, könnt ihr mir natürlich sehr, sehr gerne ein Kommentar hinterlassen oder ein Nachricht schreiben (:

Ich finde es ist ein hochinteressantes Thema über das sich gerne streiten lässt (:

Alles, alles Liebe!
Eure Natalie ♥

Kommentare:

  1. Hey :) Jetzt bin ich auch endlich auf denen Bücherblog aufmerksam geworden, der Tab-Link wäre mir doch tatsächlich nicht aufgefallen xD Natürlich bin ich jetzt auch hier Leserin, damit sinds 30 :)

    Wow, das war ein ganz schön langer Post! Und sehr philosophisch. Ich habe gerade auf der Sidebar abgestimmt - und zwar für die goldene Mitte, "teils, teils". Ganz bestimmt gehöre ich nicht zu den Menschen, die alles und jeden für einen Wink des Schicksals halten... Aber manchmal geschehen einfach solche unglaublichen "Zufälle", dass ich mir denke: Vielleicht steckt ja doch mehr dahinter? Nicht irgendwelche wundervollen Verheißungen, aber zumindest ein Zeichen, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde? Zum Beispiel, dass ich nicht gleich wieder davonlaufen, sondern mich mit etwas/jemandem eingehender beschäftigen sollte...

    Du hast vollkommen Recht, es ist oft wirklich schwer, seine eigenen Motive zu erkennen. Wenn man z. B. Angst vor dem Tod hat, ist es doch sehr tröstlich, an ein Leben danach zu glauben - da ist es auch schwer zu sagen, ob man das jetzt wegen seines Glaubens oder eben aus einer Art Selbstschutz vor der Angst macht. In bestimmten Situationen kann es sogar von Vorteil sein, sich selbst zu belügen, als Abwehrmechanismus, wenn man mit Situationen konfrontiert wird, die sonst unerträglich wären.

    Ich persönlich fasse besonders erstaunliche Zufälle (die ohnehin nicht zu oft vorkommen) als eine Art Hinweis auf. Es KÖNNTE sein, dass es da tatsächlich etwas gibt, was wir mit unserem Verstand nicht begreifen können, wie du schon sagtest kann man sich eben nie sicher sein, und Aufmerksamkeit kostet ja nichts...
    So viel zu meiner Meinung bezüglich des Schicksals ;)

    Liebe Grüße,
    Claudia <3

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  2. Auch Hey ;)
    Hui, das freut mich natürlich wahnsinnig :3

    Ja, Ja, ich weiß schon :D Aber ich beschäftige mich halt öfters mit so existentiellem und idealistischem Blabla und irgendwie krieg ich das nicht abgestellt^^

    Ich bin total deiner Meinung (: Man weiß nie ;) Und schaden tut's nicht.
    Ich hab mich sehr über dein Kommentar gefreut, vielen, vielen Dank!

    Liebe Grüße auch zurück ;)

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  3. Es gibt von Lemony ein schönes Zitat zum Thema "Schicksal":
    "Das Schicksal ist wie ein fremdartiges, unpopuläres Restaurant voller seltsamer Kellner, die dir Sachen bringen, die du überhaupt nicht bestellt hast und nicht immer magst."
    - Lemony Snicket, der finstere fels -
    Ich finde, das bringt es eigentlich ganz gut auf den Punkt.

    Liebe Grüße,
    susi

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    1. Cool, das Zitat kenne ich sogar^^
      Und da stimme ich dir voll zu!

      Liebe Grüße auch an dich (:
      Natalie

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  4. Ganz bestimmt - davon bin ich überzeugt! Ich finde die Homepage http://www.schicksal.com/ total spannend! Habe mir da gerade ein Jahreshoroskop gratis erstellen lassen!

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  5. Ich teile deine Meinung (jedenfalls größtenteils) - wir haben einen freien Willen. Vielleicht gibt es Vorhersehungen, aber wie wir die erfüllen, entscheiden wir selbst (mit unserem Handeln). Und vielleicht ist Schicksal einfach das Netz der unterschiedlichen Handlungen aller Menschen, die alle beeinflussen.

    Liebe Grüße,
    Dana

    Liebe Grüße,
    Dana

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