20 Juni 2013

Rezension zu "Todeskette" von Colin Forbes



Titel: Todeskette [Originaltitel: The Maine Chance]
Autor: Colin Forbes
Seitenanzahl: 368
Meine Wertung: 1 Federviech
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3453434523
Will ich kaufen!


"Eine mörderische Hetzjagd vom Meister des Agententhrillers" - The Times

Bella Main, die Inhaberin der größten Privatbank Europas, bittet Spezialagent Tweed um Hilfe. Sie hat ein Übernahmeangebot von Calouste Doubenkian, einem notorischen Schurken, abgelehnt, und fühlt sich nun ihres Lebens nicht mehr sicher. Zu Recht, denn nur kurze Zeit nach dem Gespräch mit Tweed und seiner Assistentin Paula Grey wird sie auf bestialische Weise getötet: mit einer Drahtschlinge um den Hals. Tweed und Paula verfolgen den dringend tatverdächtigen Doubenkian, der untergetaucht ist. Sie recherchieren aber auch in der Familie Bella Mains, deren zwei Söhne das gewaltige Vermögen erben. Sämtliche Familienmitglieder scheinen untereinander verfeindet zu sein und nur ein einziges gemeinsames Interesse zu haben: das Geld der Toten. Als einer der Erben ebenfalls blutrünstig garottiert wird, weiß Tweed, dass ihm nur noch wenig Zeit bleibt. Doch schon wird er selbst beinahe das Opfer eines Anschlags.

"Bedrohlich plausibel, mörderisch spannend" (Die Welt )

"Niemand kann sich mit Colin Forbes messen" (Sunday Mirror )







Das Buch wurde mir von einer Freundin, Lisa, ausgeliehen und da ich momentan eh nichts zu lesen habe, dachte ich mir, Ja, warum nicht. Die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken hat mich jetzt nicht sonderlich angesprochen, weshalb ich jetzt nun wirklich nicht mit hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen bin. Dennoch war ich negativ überrascht: Es ist jetzt vielleicht nicht das schlechteste Buch, welches ich je gelesen habe, allerdings gehört es zu den schlechtesten. Nichts gegen Colin Forbes, möge er in Frieden ruhn', aber sein Schreibstil gefällt mir überhaupt nicht. Im ganzen Buch stecken so gut wie keine Emotionen, zumindest haben mich keine erreicht, und zudem schildert der Autor die Geschehnisse auf eine Weise, die das ganze Szenario einfach fad und langweilig erscheinen lassen. Meiner Meinung nach zumindest. Zudem ist die Story vollkommen lächerlich - wirklich. Und dann diese ganzen Toten. Diese Agenten, oder was immer sie sind, lassen die Leute, die sie umbringen, einfach verschwinden. Natürlich töten sie diese aus Notwehr - Aber besonders, weil sie doch eigentlich für das Gesetz arbeiten, können die die Leichen doch nicht einfach mal eine Schlucht runter schubsen oder unter einer Steinlawine begraben lassen und danach einfach so weg gehen. Die müssen die Leute, auch wenn sie tot sind, doch der Polizei übergeben und auch die Familien derer informieren. Ich dachte mir nur WHAT THE HELL?! Am laufenden Band werden dort Leute umgebracht und alle bleiben absolut gechillt. Als wäre ein Menschenleben nichts wert. 
Und auch nach der Spannung habe ich vergeblich gesucht. Und die Versuche, welche aufzubauen, sind einfach nur plump und absolut unangebracht. Wie zum Beispiel in Kapitel 21 auf Seite 215: "»Sieht irgendwie friedlich aus, das Haus«, bemerkte Paula." und dann dieser Satz: "Sie konnte nicht ahnen, wie unrecht sie damit hatte." Im Ernst jetzt?! Was sollen solche Äußerungen? Sollen die mich neugierig machen? Dann will ich hier ein für alle Mal klar stellen: Solche Sätze gehen gar nicht. Außerdem funktionieren sie nicht. Oder Kapitel 32, Seite 309: "»Nun ja, eigentlich kann hier ja nichts Schlimmes mehr passieren.« Später sollte sie diese Bemerkung bitter bereuen." Heilige Scheiße - Noch schlimmer! Was soll das bitte darstellen? Dramatik? Ich habe den Satz sekundenlang fast schon fassungslos angestarrt. 
Das Einzige was bei mir jetzt irgendeine Reaktion hervor gerufen hat, war die Art und Weise wie Forbes die ermordeten Opfer beschrieben hat. Grausam. Horrorfilmreif. Also sowas möchte ich wirklich nie live und in Farbe bewundern können. Man fässt sich instinktiv an den Hals, wenn man liest, wie die Kehlen der... Ja, ähm, Hust. Das führe ich hier jetzt nicht auf.
Auch die Protagonisten waren einfach nur charakterlos und unpersönlich ausgearbeitet. Beim, ich glaube, dritten Mordanschlag oder so auf Tweed, hätte ich mir echt gewünscht, die Auftragskiller von  diesem Calouste (Der übrigens echt einen Schaden hat) würden den endlich mal erwischen. Aber Nein, seine Mitarbeiter müssen ihn ja immer wieder zu Boden werfen, sodass er von keinem Kugelhagel niedergemäht wird. Nicht, dass ich eine Sekunde geglaubt habe, Tweed würde wirklich sterben. Weder bei dem Traktor, noch bei der Handgranate oder der Bombe. 
Es war auch so vorhersehbar. Natürlich war der Mörder am Ende derjenige, von dem es keiner erwartet hat. Ich nenne jetzt keinen Namen. 











Das Cover passt überhaupt nicht zum Buch. Was soll diese Flamme mittendrin auf dem schwarzen Grund? Für mich einfallslos und unkreativ. Zudem sieht es langweilig aus - Also so betrachtet, passt das Cover vielleicht doch...










Lachhafte Story, keine Spannung, kein Gefühl, langweiliger Schreibstil und fadenscheinige Protagonisten. Ich will Colin Forbes nicht beleidigen, aber mir gefällt's einfach nicht, Sorry Mister.


Ich vergebe:


Es tut mir wirklich, wirklich leid, aber ich mag das Buch einfach nicht. Das eine Federviech gibt es für... Ach Gott, nicht mal hier fällt mir was ein. Trifft einfach nicht meinen Geschmack.

Euch einen hoffentlich etwas kühleren Donnerstagabend wünsche ich noch (:
Natalie ♥


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