29 Juni 2013

Rezension zu "Alterra - Der Herr des Nebels" von Maxime Chattam

Kommentare:


Titel: Alterra - Der Herr des Nebels [Originaltitel: Entropia]
Autor: Maxime Chattam
Preis: 10,00€ [D]
Seitenanzahl: 400
Meine Wertung: 3 einhalb Federviecher
Verlag: Knaur TB
ISBN: 978-3-8432-1040-9
Will ich kaufen!


Die dunkle Macht aus dem Norden

Lange haben Matt, Ambre und Tobias an der Seite der Pans für Frieden mit den Erwachsenen gekämpft. Als plötzlich mehrere Pans tot und mit schwarzen Flecken übersät aufgefunden werden, wird dieser Frieden auf eine harte Probe gestellt. Könnte es die Rückkehr des mächtigen Torvaderon sein, oder kündigt sich eine neue Bedrohung an, die alle Menschen in Gefahr bringt?

"Ein modernes Märchen - hochspannend erzählt" - Phantastik-couch.de

"Kurzweilige Fantasy mit einem Schuss Endzeit und Märchen" Blog Mupha

"Die Charaktere sind insgesamt sehr gut geschrieben und man kann sich gut in die Handlung hinein versetzen. Vor allem die letzten seiten waren so spannend, dass ich das buch kaum aus den Händen legen wollte." Com-on.online.com








Nur wenige Monate sind seit dem Ende des Krieges und der Friedenschließung mit den Zyniks vergangen, da tauchen wieder neue Probleme auf - Eine Weitwanderin berichtet von ermordeten Pans, schrecklich entstellt und das Schlimmste: Die Mörder scheinen aus den eigenen Reihen zu kommen! Matt macht sich nach dem Angriff eines neuen, seltsamen Monsters, dem Foltergeist, gemeinsam mit Tobias, Ambre und noch weiteren Freunden auf nach Norden um den Ursprung für die sich immer mehr häufenden Bedrohungen ausfindig zu machen. Doch der Weg ist weit. Auf ihrer Reise müssen sie sich mehr als einer Gefahr stellen und zudem müssen sie sich vor den Foltergeistern in Acht nehmen, die Matt zu suchen scheinen. Nur damit nicht genug: Matt hat zudem noch mit seiner Beziehung zu Ambre zu kämpfen deren neue Kraft dieser schwer zu schaffen macht. Auch in den Reihen der Zyniks, jetzt "die Großen", scheint Verrat zu lauern. 
Und die Pans müssen feststellen, dass die Gefahr noch lange nicht gebannt ist, sondern gerade erst begonnen hat.







Die ersten Drei Bände der Alterra-Reihe haben mir bereits unglaublich gut gefallen, und als ich erfahren habe, dass es noch weiter geht, war ich ganz aus dem Häuschen! Denn nach dem dritten Band war die Geschichte eigentlich zu Ende. Und im Normalfall mag ich Fortsetzungen von Büchern, die eigentlich zu Ende sind, ja gar nicht. Aber "Der Herr des Nebels" steht seinen Vorgängern wirklich in nichts nach! Wieder ebenso spannend erzählt und mit vielen Überraschungen gespickt war der Vierte Band. Die Geschichte selbst ist unglaublich einfallsreich und Fantasievoll. Begonnen hat alles mit einem Sturm, der die Zivilisation wie wir sie kennen vollkommen auf den Kopf gestellt hat. Es gibt keinen Strom mehr und die alten Betonbauten sind von Pflanzen überwuchert. Die Tiere und Landschaften haben sich gewandelt und die meisten Erwachsenen gibt es nicht mehr. Die Natur hat sich zurück geholt was ihr gehört und die Spezies die sie Jahrhunderte lang langsam vernichtet hat in ihre Schranken gewiesen. Zurück bleiben die Kinder, eine letzte Chance für die Menschheit, es richtig zu machen. Wenn ich ehrlich sein will, und dabei ist es mir völlig egal ob das jetzt naiv, verrückt und realitätsfern klingt, finde ich die Geschichte gar nicht mal so abwegig. Ich fände es gut, würde unserer Welt einmal solch eine Katastrophe widerfahren. Der Autor hat erkannt wie schlecht wir unseren Planeten behandeln und dass er trotz all unserer Versuche ihn zu zerstören, er uns alle überleben wird. Die Natur ist stärker als wir, sie lässt sich nicht eindämmen. Zudem steckt für mich auch noch ein Stück der Glaube an Karma dahinter: Jeder bekommt das, was er verdient.
Die Menschen versuchen einfach die Naturgewalten zu kontrollieren, aber das wird nie funktionieren. Stattdessen sollten wir sie einfach respektieren und wir hätten keine Probleme mehr mit ihr. Das ist irgendwie der Kern der Geschichte und mit das, was mir am meisten an den Büchern gefällt. 
Verfasst ist das Ganze in der Er/Sie/Es-Perspektive, so der allwissende Erzähler. Meist bleibt dieser bei Matt, einem Vierzehnjährigen Jungen, der durch seinen Mut einen sehr wichtigen Platz in dieser neuen Welt eingenommen hat. Er ist der Hauptcharakter der Geschichte, zusammen mit seinen besten Freunden Tobi, den er schon seit vor dem Sturm kennt und Ambre, die er später kennen lernt. Zusammen sind sie "Die Gemeinschaft der Drei", was irgendwie ein bisschen was von einem Club von Kindern an sich hat, aber eben die starke Freundschaft zwischen den Dreien symbolisiert und deshalb auch passt und gar nicht stört. Das ist so die Geschichte, um was es geht, von den ersten Drei Teilen will ich jetzt aber auch gar nichts weiter vorweg nehmen, aber ich kann sie nur empfehlen! 
Das, was mir jetzt nicht so gut an dem vierten Teil gefallen hat, dass einige Parallelen zu dem dritten vorkamen und sowas kann ich auf den Tod nicht ausstehen. Aber hinter allem steckt ein Sinn und hängt eben miteinander zusammen. Ich bin sehr gespannt auf den fünften Teil und hoffe sehr, dass er bald ins Deutsche übersetzt wird. Bis jetzt gibt es ihn nur auf Französisch. 
Man findet sich auch gut in die Geschichte ein und fühlt mit den Charakteren mit (Auch wenn ich alle Entscheidungen von denen jetzt nicht so nachvollziehen kann, jedoch die meisten).
Alles in allem kann ich jedoch keine fünf Sterne geben, eben wie gesagt wegen den paar Parallelen, da hätte sich der Autor ruhig etwas anderes überlegen können. 










Das Cover ist ein ganz anderes, als ich es von den ersten Drei Bänden kenne. Zum Überblick:


Die Cover der ersten Drei Bände, wie ich sie kenne:



Und eine andere Version:




Also beide Cover-Varianten sind natürlich sehr schön, aber auch grundverschieden. Von dem her, was mir besser gefällt würde ich fast sagen, die zweite, aber von dem her, welche besser passen, die erste. Wenn man die Bücher kennt und die Cover dann betrachtet, erkennt man sofort den Zusammenhang. Aus dem Cover kann man so viel von der Geschichte herauslesen, weshalb ich zur ersten Variante tendiere. Demnach hätte es mir besser gefallen, hätte der vierte Band ebenfalls solch ein Cover besessen. 




Es ist spannend, sprüht zwar nicht vor Humor, aber es ist ein bisschen was zum Schmunzeln dabei, eine tolle Story und tolle Charaktere. Punktabzug gibt es für die Parallelen. Ist dennoch lesenswert.







Ich wollte erst noch Vier Federviecher geben, aber mein Bauchgefühl meinte, es reicht nicht an vier ran. So sind es zwar nur Drei 1/2 geworden, aber ich möchte hier dennoch nochmal anmerken, dass ich das Buch sehr mag und gerne gelesen habe!



Zu guter Letzt:
Vielen, Vielen Dank an Lukas, der mir das Buch ausgeliehen hat. Über dieses habe ich Gott sei Dank keine Seifenlauge drüber gekippt. Nochmals Entschuldigung wegen dem dritten Teil...


Euch noch einen wunderschönen Tag, ich treffe mich gleich noch mit meinen allerliebsten Mädels. 
Gott, auf der neuen Schule werde ich euch so unendlich vermissen!
Alles Liebe, eure Natalie



20 Juni 2013

!!! Werbung !!! Gewinnspiel !!! Werbung !!!

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Mit zwölf Ausrufezeichen, so sieht's aus! :D

Die Administratorin einer meiner liebsten Blogs, hat zur Feier ihrer durchgestandenen Matura-Prüfungen ein Gewinnspiel ausgeschrieben, bei dem ich gleich auch mitgemacht habe und bei dem ihr ebenfalls mitmachen könnt -
Zu gewinnen gibt es ein Buch nach Wunsch mit dem maximalen Wert von 20 Euro.



Also los - Ein Kommentar drunter und in den Lostopf hüpfen!
Und am besten noch Follower werden ;)

Alles Liebe!
Natalie

Rezension zu "Todeskette" von Colin Forbes

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Titel: Todeskette [Originaltitel: The Maine Chance]
Autor: Colin Forbes
Seitenanzahl: 368
Meine Wertung: 1 Federviech
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3453434523
Will ich kaufen!


"Eine mörderische Hetzjagd vom Meister des Agententhrillers" - The Times

Bella Main, die Inhaberin der größten Privatbank Europas, bittet Spezialagent Tweed um Hilfe. Sie hat ein Übernahmeangebot von Calouste Doubenkian, einem notorischen Schurken, abgelehnt, und fühlt sich nun ihres Lebens nicht mehr sicher. Zu Recht, denn nur kurze Zeit nach dem Gespräch mit Tweed und seiner Assistentin Paula Grey wird sie auf bestialische Weise getötet: mit einer Drahtschlinge um den Hals. Tweed und Paula verfolgen den dringend tatverdächtigen Doubenkian, der untergetaucht ist. Sie recherchieren aber auch in der Familie Bella Mains, deren zwei Söhne das gewaltige Vermögen erben. Sämtliche Familienmitglieder scheinen untereinander verfeindet zu sein und nur ein einziges gemeinsames Interesse zu haben: das Geld der Toten. Als einer der Erben ebenfalls blutrünstig garottiert wird, weiß Tweed, dass ihm nur noch wenig Zeit bleibt. Doch schon wird er selbst beinahe das Opfer eines Anschlags.

"Bedrohlich plausibel, mörderisch spannend" (Die Welt )

"Niemand kann sich mit Colin Forbes messen" (Sunday Mirror )







Das Buch wurde mir von einer Freundin, Lisa, ausgeliehen und da ich momentan eh nichts zu lesen habe, dachte ich mir, Ja, warum nicht. Die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken hat mich jetzt nicht sonderlich angesprochen, weshalb ich jetzt nun wirklich nicht mit hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen bin. Dennoch war ich negativ überrascht: Es ist jetzt vielleicht nicht das schlechteste Buch, welches ich je gelesen habe, allerdings gehört es zu den schlechtesten. Nichts gegen Colin Forbes, möge er in Frieden ruhn', aber sein Schreibstil gefällt mir überhaupt nicht. Im ganzen Buch stecken so gut wie keine Emotionen, zumindest haben mich keine erreicht, und zudem schildert der Autor die Geschehnisse auf eine Weise, die das ganze Szenario einfach fad und langweilig erscheinen lassen. Meiner Meinung nach zumindest. Zudem ist die Story vollkommen lächerlich - wirklich. Und dann diese ganzen Toten. Diese Agenten, oder was immer sie sind, lassen die Leute, die sie umbringen, einfach verschwinden. Natürlich töten sie diese aus Notwehr - Aber besonders, weil sie doch eigentlich für das Gesetz arbeiten, können die die Leichen doch nicht einfach mal eine Schlucht runter schubsen oder unter einer Steinlawine begraben lassen und danach einfach so weg gehen. Die müssen die Leute, auch wenn sie tot sind, doch der Polizei übergeben und auch die Familien derer informieren. Ich dachte mir nur WHAT THE HELL?! Am laufenden Band werden dort Leute umgebracht und alle bleiben absolut gechillt. Als wäre ein Menschenleben nichts wert. 
Und auch nach der Spannung habe ich vergeblich gesucht. Und die Versuche, welche aufzubauen, sind einfach nur plump und absolut unangebracht. Wie zum Beispiel in Kapitel 21 auf Seite 215: "»Sieht irgendwie friedlich aus, das Haus«, bemerkte Paula." und dann dieser Satz: "Sie konnte nicht ahnen, wie unrecht sie damit hatte." Im Ernst jetzt?! Was sollen solche Äußerungen? Sollen die mich neugierig machen? Dann will ich hier ein für alle Mal klar stellen: Solche Sätze gehen gar nicht. Außerdem funktionieren sie nicht. Oder Kapitel 32, Seite 309: "»Nun ja, eigentlich kann hier ja nichts Schlimmes mehr passieren.« Später sollte sie diese Bemerkung bitter bereuen." Heilige Scheiße - Noch schlimmer! Was soll das bitte darstellen? Dramatik? Ich habe den Satz sekundenlang fast schon fassungslos angestarrt. 
Das Einzige was bei mir jetzt irgendeine Reaktion hervor gerufen hat, war die Art und Weise wie Forbes die ermordeten Opfer beschrieben hat. Grausam. Horrorfilmreif. Also sowas möchte ich wirklich nie live und in Farbe bewundern können. Man fässt sich instinktiv an den Hals, wenn man liest, wie die Kehlen der... Ja, ähm, Hust. Das führe ich hier jetzt nicht auf.
Auch die Protagonisten waren einfach nur charakterlos und unpersönlich ausgearbeitet. Beim, ich glaube, dritten Mordanschlag oder so auf Tweed, hätte ich mir echt gewünscht, die Auftragskiller von  diesem Calouste (Der übrigens echt einen Schaden hat) würden den endlich mal erwischen. Aber Nein, seine Mitarbeiter müssen ihn ja immer wieder zu Boden werfen, sodass er von keinem Kugelhagel niedergemäht wird. Nicht, dass ich eine Sekunde geglaubt habe, Tweed würde wirklich sterben. Weder bei dem Traktor, noch bei der Handgranate oder der Bombe. 
Es war auch so vorhersehbar. Natürlich war der Mörder am Ende derjenige, von dem es keiner erwartet hat. Ich nenne jetzt keinen Namen. 











Das Cover passt überhaupt nicht zum Buch. Was soll diese Flamme mittendrin auf dem schwarzen Grund? Für mich einfallslos und unkreativ. Zudem sieht es langweilig aus - Also so betrachtet, passt das Cover vielleicht doch...










Lachhafte Story, keine Spannung, kein Gefühl, langweiliger Schreibstil und fadenscheinige Protagonisten. Ich will Colin Forbes nicht beleidigen, aber mir gefällt's einfach nicht, Sorry Mister.


Ich vergebe:


Es tut mir wirklich, wirklich leid, aber ich mag das Buch einfach nicht. Das eine Federviech gibt es für... Ach Gott, nicht mal hier fällt mir was ein. Trifft einfach nicht meinen Geschmack.

Euch einen hoffentlich etwas kühleren Donnerstagabend wünsche ich noch (:
Natalie ♥


13 Juni 2013

Rezension zu "Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis

Kommentare:


Titel: Der Märchenerzähler
Autor: Antonia Michaelis
Preis: 16,95€ [D]
Seitenanzahl: 446
Meine Wertung: 5 Federviecher
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3789142895
Will ich kaufen!


Seine Lippen waren kalt wie Schnee, aber jenseits der Lippen lag die Wärme von samtenem rotem Stoff, Stoff auf dem nächtlichen Deck eines Schiffes. Sie spürte seine Zunge und dachte an den Wolf. Und wenn es wahr ist, dachte sie, wenn das Märchen wahr ist? Ein Genickschuss und ein tödlicher Biss in den Nacken. Alles stimmt. Und wenn ich einen Mörder küsse?

Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Anna und Abel - eine Liebe, die über alle Zweifel siegt und in der das Unmögliche möglich ist.










Als Anna durch Zufall das erste Mal mit Abel Tannatek spricht, ist sie fasziniert. An ihrer Schule ist er bekannt dafür, dass er Drogen vertickt und selten zum Unterricht erscheint. Tag für Tag steht er dort unten bei den Fahrradständern, mit seiner tief ins Gesicht gezogenen Mütze, der alten Militärjacke und Stöpseln in den Ohren. Er wirkt gefährlich und unnahbar - Doch wer ist Abel wirklich? Anna findet nach und nach immer mehr über den scheinbar zwielichtigen Jungen heraus: Ohne Eltern kümmert sich der 17-Jährige sorgenvoll um seine kleine Schwester. Er holt sie von der Schule ab, kocht ihr Essen - Im Grunde ist die kleine Micha der Grund, dass Abel in der Schule so oft fehlt. Anna, besorgt um Abel's Zukunft, beschließt ihm zu helfen. Denn Abel ist ganz anders als der bedrohliche Typ, den die anderen aus der Schule kennen. Und langsam aber sicher verliebt sich Anna in Abel, der seiner Schwester das Märchen von der Klippenkönigin erzählt. Ein Märchen, dass Anna fesselt und nicht mehr los lässt - Doch was, wenn es kein Märchen ist? Und mit jedem Schritt in Abels Welt, verliert Anna mehr und mehr den Kontakt zu der Realität und kommt dabei einem dunklen Geheimnis auf die Spur, welches am Ende nicht nur einem den Tod bedeuten könnte.











Ich bin... überwältigt. Ich bin mit völlig anderen Erwartungen an dieses Buch heran gegangen, als sie schließlich zutreffen. Aber schon nach dem ersten Satz, war mir das klar: "Blut. Überall ist Blut".
Dieses Buch ist tragisch, wie genial. Mir fehlen wirklich die Worte. 
Die Autorin hat einen außergewöhnlichen Schreibstil - auf den ersten Blick nichts Besonderes, allerdings schildert Antonia Michaelis die Geschehnisse durch die Umschreibungen und auf anderer Seite durch die erschreckende Direktheit der Worte so anschaulich und voller Emotionen, dass man, wenn man mit dem Lesen aufgehört hat, das Gefühl hat, man wäre selbst dabei gewesen. 
Die Hauptprotagonistin - Anna - hat mich sehr beeindruckt. Vor allem konnte ich mich unglaublich gut mit ihr identifizieren. Anna ist eine Träumerin und sie weiß von sich selbst, dass sie in einer Seifenblase lebt, in ihrer eigenen Welt. Doch schon bald wird sie von dem Gedanken erschüttert: Was ist, wenn nicht sie in einer Seifenblase lebt, sondern alle anderen es tun? Wenn sie die Welt in ihrer eigentlichen Form sieht? 
Ich konnte sehr viele Ansichten von mir in denen von Anna wiedererkennen und auch dadurch wurde mir das Mädchen gleich sympathischer. 
Manche würden vielleicht behaupten, dass Anna naiv ist - Doch ich finde, sie ist das genaue Gegenteil. Denn sie lässt sich niemandes Meinung aufdrängen sondern bildet sich ihre Eigene. Sie ist neugierig und misstrauisch, intelligent und mutig. 
Ich habe kein Vorbild, aber wenn ich mir eins aussuchen müsste, wäre es Anna aus diesem Buch.
Obwohl Abel ziemlich viel Scheiß baut, muss man ihn einfach mögen. Seine manchmal echt nervige, abwehrende Haltung, dient ihm nur zum Schutz. Denn nicht nur, dass er schon viel Mist gemacht hat, er hat auch schon sehr viel Mist erfahren. Ich musste wirklich heulen, als am Ende alles raus kam. Abel hat mir so furchtbar leid getan - und das obwohl er selbst viele schreckliche Dinge getan hat. Obwohl er das nur machte, um seine Schwester zu schützen und um ihr eben den Mist zu ersparen, ist das natürlich keine Entschuldigung. Doch man kann es ihm einfach nicht vorwerfen. Ein Mensch, der so viel zu leiden hatte... Das ist wirklich schockierend. Abel war von Innen wirklich zerstört. Dabei denke ich, Anna hätte ihm wirklich helfen können. Ich selbst kann nicht behaupten, ob so eine Liebe wie zwischen Abel und Anna wirklich existieren kann - Aber ich bin wirklich überwältigt. Anna sieht in Abel nur den Jungen, den sie liebt, alles andere ist ihr egal - Selbst die Tatsache, dass er auch sie verletzt hat. Aber um das zu verstehen, muss man das Buch wirklich lesen. 
Abel selbst ist eigentlich ein unglaublich großherziger, mitfühlender Junge. Einer, der alles für die tut, die er liebt und niemals zuerst an sich denkt. Ich kann ihm nur noch einmal mein aufrichtigstes Mitleid aussprechen. Ein Glück, dass das wenigstens mit dem Rauchen jetzt ein Ende hat. 
*Hust* Spoiler *Hust*
Ansonsten noch: Spannung pur! Kaum hat man die eine Sache verdaut, kommt schon der nächste Hammer um die Ecke. Ich will ja nichts sagen, aber es gibt Tote.
Auch die wechselhafte Stimmung Abels und die Spannungen in seiner Beziehung mit Anna haben sicher dazu beigetragen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. 
Dieses Buch gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern! Dass es ein sehr ernstes Buch ist, stört gar nicht, obwohl ich ja gerne ein bisschen Humor dabei habe - Allerdings hätte es anders auch gar nicht gepasst. Ich hatte trotzdem oft ein Lächeln im Gesicht - Dank einiger rührender Szenen. 









Das Cover passt hervorragend zur Geschichte - Es zeigt eine Winterlandschaft, mittendrin Anna mit ausgebreiteten Armen. Die leicht verworrenen Äste passen ebenso gut zum Buch wie auch die dramatische Schriftart des Titels, welcher in Großbuchstaben nochmals dominanter wirkt. 
Passt - Und ist wunderschön. Was gibt es da noch zu sagen?











Auch hier nochmal kurz die Wörter, die dieses Buch am besten beschreiben: Tragisch, sowie genial.
Ein Buch über die Schrecklichkeiten des Lebens, eine Liebe, welche größer nicht sein kann, und wie brutal die Wahrheit manchmal zuschlagen kann. 
Also ich bin begeistert und finde nichts zu meckern.






Allerliebste Grüße an diesem düsteren Tag! (Blöde Regenwolken...)
Natalie (:

12 Juni 2013

11 Fragen - TAG! Kabäm :D

Kommentare:
Zuerst: Danke, Danke, DANKE meine allerliebste Tina, dass du mich getaggt hast. Mein allererster Tag! Hihi - Ich bin so aufgereeegt^^

Die Regeln beim Taggen:

  • Verlinke als Dankeschön den Tagger in deinem Post
  • Beantworte die elf Fragen desjenigen, der dich getaggt hat
  • Denke dir selbst elf Fragen aus
  • Tagge 10 Blogger, die unter 200 Follower haben


Meine Antworten:

1) Was ist dein absolutes Lieblingsbuch?
Mein allerliebstes Lieblingsbuch ist "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak (Da fällt mir grad ein, zu dem habe ich noch gar keine Rezension geschrieben)
Besonders mag ich es wegen der außergewöhnlichen Sprache - Einfach genial!
und auch der Erzählperspektive und dessen Umsetzung - Der Tod ist doch eh der Coolste von allen!

2) Wo liest du am Liebsten? Im Bett, auf dem Sofa, im Sessel, Hängematte...
HÄTTE ICH EINE HÄNGEMATTE... Dann natürlich in der Hängematte. Da ich aber keine habe (Grmpf. Will.) lese ich entweder am liebsten im Bett (Schön gemütlich) oder ich mache es mir auf einer Decke mit einem Kissen auf der Wiese, bei uns in der Nähe, im Wald gemütlich  - Letzteres allerdings nur im Sommer. 

3) Bevorzugst du prinzipiell die »Guten« oder die »Bösen«?
Prinzipiell bevorzuge ich niemanden, ich muss mir ja erstmal einen Eindruck der beiden Seiten machen und erst DANN entscheide ich :D

4) Liest du schon seit du klein warst? Wenn nicht, was hat dich dazu gebracht Bücher zu lesen?
Selbstverständlich (Okay das vielleicht nicht)! Ich liebe das Lesen schon immer über alles - da es einfach magisch ist in eine fremde Welt eintauchen zu können!

5) Liest du auch Bücher in anderen Sprachen? Wenn ja, in welchen?
*Hust* Nein *Hust*
Ich denke nämlich nicht, dass Lektüren im Unterricht zählen, oder?
Freiwillig mache ich das nicht - Denn wenn ich ein Buch lese, will ich eigentlich auch alles verstehen, damit auch die Sprache und alles am besten, nämlich so wie es der Autor geplant hat, rüberkommt.

6) Was hältst du von Rezensionsexemplaren?
Find ich super! Also, wenn ich welche hätte.

7) Romanze, Krimi, Fantasy, Dystopie oder Thriller?
Bevorzugen tue ich da jetzt nicht unbedingt was - Was mich beeindruckt ist anhaltende Spannung, eine tolle Story, eindrucksvolle Charaktere und natürlich der Schreibstil. Auf das Genre kommt es da weniger an.

8) Wo kaufst du deine Bücher am Liebsten?
Bei Thalia.

9) Möchtest du selbst später mal ein Buch veröffentlichen, dass du geschrieben hast?
Auf jeden Fall!!! Bücher schreiben ist eine wunderschöne Möglichkeit seine Gedanken und Empfindungen in die Welt hinaus zu tragen, ein Stück seiner selbst zu verewigen und zudem etwas zu der Lesefreude anderer beizutragen.

10) Männliche oder doch eher weibliche Autoren? Was liest du lieber?
Nichts von beidem - Hauptsache derjenige kann gut schreiben und das ist ja wohl nicht vom Geschlecht abhängig.

11) Wie lange bloggst du schon und warum?
Also generell blogge ich schon seit über zwei Jahren. Allerdings bezieht sich das auf meinen "normalen" Blog, wo ich einfach irgendein Zeugs poste, was mir so in den Sinn kommt, eigene Gedichte, selbstgebastelte Bilder, einfach alles. Und angefangen habe ich damit, weil ich einfach eine eigene Seite haben wollte, wo ich meine Gedanken mit der Welt teilen kann, auch wenn es niemand liest. Aber manchmal reicht mir auch einfach das Wissen, dass das was ich da schreibe, jeder auf der Welt lesen KÖNNTE. Es ist einfach da. 
Mein Bücherblog exestiert allerdings erst seit ca. 3 Monaten^^



So und jetzt...

Meine Fragen:

  1. Was ist eines deiner Lieblingszitate aus einem Buch? Und aus welchem?
  2. Wärst du eine Romanfigur, wer wärst du und aus welchem Buch?
  3. Was war dein liebstes Buch als Kind? Oder hattest du keines?
  4. Welches Buch muss für dich jeder gelesen haben?
  5. Wie viele Bücher liest du durchschnittlich im Monat?
  6. Wenn du ein Buch schreiben müsstest - Wovon würde es handeln?
  7. Was hältst du von Autobiographien?
  8. Was ist deine Meinung zu E-Books?
  9. Weißt du noch welches dein aller erstes Buch war? Und hast du es noch?
  10. Frage zu deinem inneren Chaosgirl: Sehen deine Bücher immer aus wie neu oder sehen sie bei dir schon nach kurzer Zeit abgewetzt aus?
  11. Leihst du deine Bücher Freunden/Freundinnen aus oder achtest du so genau auf deine Schätze, dass du sie niemandem in die Hand gibst?


Sooo, diesen Tag reiche ich jetzt weiter aaaaan...
(Ich hoffe keiner von denen ist deshalb wütend auf mich :O)

Bücher Review
Ganda's Bücherecke
Sind wir nicht alle ein bisschen Rawr?!
Vampir Addict's beloved books
Alajina's Rezensionen
Books can Fly
Büchersüchtige
Fusselige Bücherwürmer
Meine Schmökerecke
Golden Letters


Ich wünsche euch einen wunderhübschen Mittwochabend :3
Natalie


05 Juni 2013

Rezension zu "Clockwork Angel" von Cassandra Clare

Kommentare:


Titel: Clockwork Angel
Autor: Cassandra Clare
Preis: 18,99€ [D]
Seitenanzahl: 580
Meine Wertung: 4 einhalb Federviecher
Verlag: Arena
ISBN: 978-3401064741
Will ich kaufen!


Dies ist der erste Teil einer Reihe. >>Hier<< geht es zum zweiten Teil!

Londons Unterwelt mag gefährlich sein - doch die Liebe ist die gefährlichste Macht von allen.

London, 1878. Ein mysteriöser Mörder treibt in den dunklen Straßen der Stadt sein Unwesen. Ungewollt gerät Tessa in den Kampf zwischen Vampiren, Hexenmeistern und anderen übernatürlichen Wesen. Als sie erfährt, dass auch sie eine Schattenweltlerin ist und zudem eine seltene Gabe besitzt, wird sie selbst zur Gejagten. Doch dann findet sie Verbündete, und zwar ausgerechnet im Institut der Schattenjäger. Dort trifft sie auf James, hinter dessen zerbrechlicher Schönheit sich ein tödliches Geheimnis verbirgt, und auf Will, der mit seinen Launen jeden auf Abstand hält - jeden, außer Tessa. Tessa ist völlig hin- und hergerissen, und weiß nicht, wem sie trauen soll. Schließlich sind die Schattenjäger ihre natürlichen Feinde...









Eigentlich war Tessa nur auf dem Weg zu ihrem Bruder Nate, doch kaum in London angekommen überschlagen sich die Ereignisse. Zwei rätselhafte dunkle Schwestern haben ihren Bruder in ihrer Gewalt und zwingen Tessa ihre bislang unentdeckte Gabe zu nutzen: Sie kann ihre Gestalt wandeln! Und Tessa wird hineingezogen in eine Welt von dessen Existenz die wenigsten etwas ahnen. Intrigen und Machtspielchen bestimmen von nun an Tessa's Leben und sie klammert sich verzweifelt an ihre einziges Ziel: Sie muss ihren Bruder retten! Unerwartete Hilfe bekommt sie dabei von den sogenannten Schattenjägern, unter ihnen der unnahbare Will, in den sich Tessa trotz vieler Missverständnisse, Geheimnisse und Lügen unsterblich verliebt. Doch nachdem die Nephilim sie aus der grausamen Gefangenschaft der Schwestern befreit haben ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. Nate bleibt weiterhin verschwunden und die Frage was es mit dem Drahtzieher des Ganzen, dem "Magister" auf sich hat ist noch immer ungeklärt. Der Verdacht fällt zunächst auf die Nachkinder, die Vampire, die in London leben und die scheinbar in widerrechtliche Machenschaften verstrickt sind. Doch Tessa, Will, Jem und die anderen Schattenjäger müssen bald auf bitterste Weise feststellen, dass sie niemandem mehr vertrauen können - und dass sie gegen die gegen sich neu erhebende Macht nur gemeinsam eine Chance haben. 










Vorneweg muss gesagt werden: Ich liebe die Chroniken der Unterwelt! City of Bones, City of Ashes und auch City of Glass haben mich schier umgehauen. Cassandra Clare hat einen klaren Schreibstil, sie schafft es ihre Bücher nicht zu geschwollen oder umständlich wirken zu lassen, baut aber trotzdem zwischendurch schöne Metaphern ein und umschreibt von Zeit zu Zeit die Dinge sehr anschaulich und in romantischem Stil. Spannend sind die Bücher alle Mal, sie sind humorvoll und romantisch. Jetzt bei dem ersten Band der "Chroniken der Schattenjäger"-Reihe ist es wieder genauso: Wunderbar zu lesen, Cassandra Clare entführt uns direkt nach London im 19-Jahrhundert, man taucht in die Geschichte ein und dass auf die Art und Weise, wo man niemals mehr Luft holen möchte! Die Geschichte war schon von Anfang an faszinierend und einfach fantastisch - Ich finde dieses ganze Zeugs mit den Nephilim und all den Schattenwesen unglaublich spannend und so hübsch verpackt ist es natürlich doppelt so schön. Ich war ja Anfangs skeptisch gegenüber diesem Buch, da ich das generell gegenüber Prequels von Büchern bin - und war wirklich positiv überrascht! Diese Geschichte bekommt seinen ganz eigenen Charme, unter anderem durch die ganz simple Tatsache, dass sie ihre eigene Story hat, nichts ist abgekupfert oder erinnert an die City-of-Schlagmichtot-Story (Ich habe mal ein Buch gelesen, da hatte der zweite Teil im Grunde die selbe Handlung wie der erste, nur eben anderer Ort, andere Zeit, aber so. viele. Parallelen.) und was mit besonders gefallen hat: Im Gegensatz zu der Liebesgeschichte zwischen Jace und Clary (Für alle die es nicht wissen: Chroniken der Unterwelt), die beides Schattenjäger sind, besteht hier unser tragisches Liebespaar aus einem Nephilim und einer Schattenweltlerin! Das baut für mich zusätzlich Spannung auf, auch weil man noch nicht einmal genau weiß, was Tessa jetzt eigentlich ist. Oh, und die höflichen Umgangsformen zu der damaligen Zeit haben mir sehr gefallen! Ich liebe höfliche Menschen.
Zu den Charakteren: Tessa ist eine eigentlich recht unkomplizierte Person, freundlich, nett, witzig, intelligent, jedoch auch nicht auf den Mund gefallen, sie lässt sich nichts gefallen. Die Hauptprotagonistin ist mal wieder die, die ins kalte Wasser geworfen wird und deren Welt von dem einen Moment auf den anderen auf den Kopf gestellt wird. 
Will? Der ist ein richtiger Arsch, ich meine so RICHTIG. Ich kenne seine Beweggründe nicht, die es offensichtlich geben muss und laut meiner besten Freundin auch im zweiten Band zum Teil aufgedeckt werden, aber wie er Tessa verletzt... also ehrlich! Geht's noch?! Ich hoffe sehr für Will, dass er wirklich gute Beweggründe hat. Sonst... vergess ich mich! 
Jem ist der Gechillte, der, den eigentlich alle mögen, würde ich direkt mal behaupten. Sein "Schicksal" ist echt scheiße, aber er ist trotzdem immer optimistisch und freundlich. 
Aber der Coolste von allen ist natürlich Magnus Bane! :D Einfach seine ganze Art... Sein Humor... Ich bin verliebt^^ Alle Figuren im allgemeinen sind gut ausgearbeitet, die Nebencharaktere kommen nicht zu kurz.









Das Cover hat natürlich große Ähnlichkeit mit den Covern der Chroniken-der-Unterwelt-Reihe, was aber kein Wunder ist und auch passt. Die Drachen verleihen dem Ganzen einen mystischen Touch, was bei dem mystischen Inhalt ja auch nicht so ganz verkehrt ist^^ In dem Kreis in der Mitte ist ein Ausschnitt Londons dichtem Nebel und der Schatten entweder einer Frau oder eines Mannes zu sehen, ich bin mir nicht ganz sicher. 










Alles in allem: Potenzial ausgeschöpft, neu, erfrischend, spannend.
Da kann man nicht meckern^^




Ich vergebe:




Alles Liebe!
Nati