10 April 2013

Rezension zu "Göttlich verliebt" von Josephine Angelini



Titel: Göttlich verliebt [Originaltitel: Goddess]
Autor: Josephine Angelini
Preis: 19,95€ [D]
Seitenanzahl: 458
Meine Wertung: 4 einhalb Federviecher
Verlag: dressler
ISBN: 978-3-7915-2627-0
Will ich kaufen!


Der fulminante Abschluss der "Göttlich"-Trilogie.

Um zu verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der 12 unsterblichen Götter fällt, brauchen Helen, Lucas und Orion neue Verbündete. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Wie kann Helen deren Vertrauen zurückgewinnen? Womit lassen sich die Götter besiegen? Und was wird aus ihrem Kampf um die Liebe zu Lucas?

"Helen schlang die Arme um die seine Brust und ließ ihren Tränen freien Lauf. Sie weinte wegen Orion, wegen sich selbst und wegen Lucas. Sie konnte einige der größten Mächte der Erde beherrschen, aber über das Wichtigste von allem - ihr eigenes Herz - hatte sie keine Kontrolle."








Helen ist nach ihrem Kampf gegen Ares, dem Gott des Krieges und der Schlachten, immer noch schwer verletzt, macht sich aber dennoch auf den Weg in die Unterwelt, um das Versprechen, dafür zu sorgen, dass Zach aus dem Fluss der Freude trinkt, welches sie diesem vor dessen Tod gegeben hat, einzuhalten. Dabei erhält sie einiges an neuen Information über sich, ihre Kräfte und auch über Hades, den Gott der Unterwelt, der ihr bisher immer ein guter Freund gewesen ist. Allerdings sind Helens Verletzungen immer noch so schwerwiegend, dass sie den Hades bald wieder verlassen muss. Derweil müssen sich auch die anderen, also auch Orion und Lucas und ebenso Jason und Ariadne, die sich mit der Heilung der Dreien und auch Helens Vater Jerry verausgabt haben, ausruhen und wieder zu Kräften kommen.
Helen hat mit einem mal mit komische Träumen, die sich später als Erinnerungen an frühere Leben herausstellen, und seltsamen Visionen zu kämpfen, die mit dem neuen, größten Problem aller Scions zusammen hängen: Dass die Götter nun durch die Vereinigung von Helens, Lucas' und Orions Blut den Olymp verlassen können und alles daran setzen, einen erneuten Krieg im Ausmaß des Trojanischen Krieges auszulösen. Zudem scheint sie plötzlich immer mehr neue Kräfte zu entwickeln und weckt dadurch, dass sie diese noch nicht so gut zu beherrschen gelernt hat, die Angst und das Misstrauen ihrer Freunde. 

Als die Götter anfangen, Menschen an zu greifen, müssen die Scions schnell handeln und es wird beschlossen eine Versammlung aller vier Häuser einzuberufen. Diese gerät jedoch so außer Kontrolle, dass Helen gezwungen ist, eine Fähigkeit ein zu setzen, von der sie sich geschworen hat, es niemals zu tun: sie erschafft sich ihre eigene Welt. Die Götter, allen voran Zeus, will das unter allen Umständen verhindern, da Helen in ihrer Welt die totale Macht hat und deshalb jeden einzelnen Scion unsterblich und somit mächtiger als die Götter machen könnte. Und so tritt ein, was die Parzen vorhergesagt und gewollt haben: Es kommt zum Krieg zwischen den Göttern und ihren Kindern. Helen versucht verzweifelt, diesen noch in letzter Sekunde zu verhindern und die Zahl der unvermeidlichen Toten so klein wie möglich zu halten. Und als sich schließlich die Ereignisse überschlagen, stellt sich schließlich heraus, dass nicht jeder auf der Seite steht, auf die er vorgegeben hat zu sein und ungeahnte Geheimnisse kommen ans Licht. Wird Helen es schaffen die Menschen vor den skrupellosen Göttern zu retten und vor allem: Was wird aus Helen und Lucas?

~Um meine Rezension verstehen zu können, ist es förderlich, wenigstens den ersten Band zu kennen~










Den ersten Teil der Trilogie entdeckte ich in unserer Schulbibliothek und war sofort Feuer und Flamme: Denn nicht nur, dass diese Geschichte Zucker pur ist, es ist auch eine wirklich außergewöhnliche Story. Ich wusste vorher nicht sonderlich viel über die griechische Mythologie, den Olymp, die Götter und diesen ganzen streitsüchtigen Vollpfosten in Troja, aber seit ich die Trilogie gelesen habe, finde ich solche Geschichten unglaublich spannend. Alle Informationen sind hübsch und spannend verpackt (Tut mir wirklich leid, aber würde unser Geschichtslehrer so geil erzählen können wie Josephine Angelini, wäre Geschichte garantiert mein Lieblingsfach). Gott sei Dank gab es keine blöde Dreiecksbeziehung - die regen mich nämlich immer etwas auf.
Als ich den zweiten Teil ausgeliehen bekam, bin ich durchgedreht. Leider wurde in dem Band noch nicht die, wirklich offensichtliche Lüge - Mensch, die sind so dämlich manchmal, aufgedeckt und Lucas und Helen steckten in diesem furchtbaren moralischen Dilemma fest, weil sie dachten sie wären Cousin und Cousine, wegen dem ich Daphne am liebsten umbringen würde.  Und -Gott! - Ich liebe alle Charas
abgöttisch. Selbst die Bösewichter und Arschlöcher haben noch das gewisse Etwas! Helen ist manchmal zwar ein bisschen naiv, aber ihre Hilfsbereitschaft und Warmherzigkeit (Tolles Wort) lassen sie einen sofort gern haben. Und obwohl ich ihre leichten Minderwertigkeitskomplexe manchmal nicht wirklich nachvollziehen kann (Ich bitte euch, sie ist eine Halbgöttin und dementsprechend hübsch und begabt), machen die sie für die meisten jungen Erwachsenen da draußen, die wahrscheinlich alle mehr oder weniger unter Ähnlichem zu leiden haben, nur noch sympathischer. Wer will schon eine Romanheldin mit einem Riesen-Ego?
Lucas ist wirklich unheimlich intelligent. Und mit unheimlich
meine ich unheimlich. Er ist lieb, süß, witzig - Helen's Seelenqualen, als sie noch glaubt, die zwei wären verwandt, sind da ja wohl mehr als nachvollziehbar. Ich mag Typen, die auch mal was im Köpfchen haben -Rawwr! ;D
Orion (Der neu in
Göttlich verloren auftaucht, und schon ein bisschen Dreiecksbeziehungs-Flair mit rein bringt, was mich jetzt aber nicht so sehr stört, weil der Typ einfach cool ist :D) ist ein wirklich süßer Typ und er tut mir einfach so wahnsinnig leid, nach allem was seine Eltern und auch seine zwei Häuser ihn angetan haben. Wenigstens hat er am Ende, nachdem Helen (natürlich) sich für Lucas entscheidet, Cassandra. Kitty-Katze, Miau^^
Ich könnte jetzt noch ewig lange jeden Protagonisten aufzählen, aber das würde zu lange dauern, also nur noch kurz an ein paar Charas:
Claire, Adriane, Matt - Ich vergebe euch, ihr habt nur getan, was ihr für richtig gehalten habt.

 Daphne - Fahr zur Hölle.
 Morpheus - ich hätte dein Angebot angenommen ;)
 Apoll - Du bist so ein Arsch!
 Zeus - Ich hoffe dir gefällt Jederland! 
Hector - Ich bin ja so froh, dass du noch lebst...
Und noch an Hades - Ganz im Ernst: Du bist der Coolste von allen!!!
Nun ja, die Handlung knüpft direkt an die Geschehnisse im zweiten Band an und macht es einem so spielend leicht, sofort wieder in die Handlung ein zu tauchen. Langsam aber stetig, und mit vielen kleinen schönen (Oder auch, äh, nicht so schönen) Überraschungen, von denen einige wirklich überraschend kamen, kommt es zum großen Showdown zwischen den Halbgöttern und den Göttern und alles dreht sich nur um eins: Den Tyrannen.
Und da das Buch nicht nur einzig und allein die Geschichte von Helen erzählt, wird es nie langweilig, vor allem auch, da sich die Ereignisse förmlich überschlagen (Erst das mit Andy, dann das mit Lucas, das mit Hector und das mit Matt war echt heftig) aber die Story dennoch nicht zu vollgestopft wirkt. Alle Ereignisse und Handlungen sind im gewissen Sinne nachvollziehbar und realistisch ausgeführt und es kommen Geheimnisse ans Licht, die wohl niemand geahnt hätte. Was mir an dem Buch gefällt ist der Spannungsaufbau, der Schreibstil und ganz besonders, dass es nicht vorhersehbar wird und man immer wieder überrascht wird. Die originelle Idee, die sicher mit dem Studium der Autorin zusammenhängt *grins*, ist natürlich auch wie immer ein riesen fetter Pluspunkt.
Der einzige Kritikpunkt, der mir einfallen will, ist die Dreiecksbeziehung zwischen Helen, Lucas und Orion, welcher aber wohl eher auf persönlichen Abneigungen beruht. Sorry, echt.
Also - Danke - liebe Miss Angelini, dass sie unsere Bücherschränke mit so einem beeindruckenden Kunstwerk bereichert haben!



Ich vergebe:




Übrigens nur schweren Herzens! Ich hätte gerne Fünf gegeben...




Das war "Göttlich verliebt"! Vielen Dank und Gute Nacht!
Eure Natalie

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