13 April 2013

Rezension zu "Aber bitte für immer" von Meg Cabot



Titel: Aber bitte für immer [Originaltitel: Every Boy's got one]
Autor: Meg Cabot
Preis: 8,99€ [D]; 9,30 [A]
Seitenanzahl: 416
Meine Wertung: 3 Federviecher
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-442-37568-4
Will ich kaufen!


Vier Freunde und ein Hochzeitsfall …

Jane Harris kann es kaum erwarten, das erste Mal nach Europa zu reisen. Und dann auch noch in geheimer Mission: als Trauzeugin für ihre beste Freundin Holly, die in Italien heimlich heiraten möchte. Schade nur, dass sie den Trauzeugen des Bräutigams, Reporter und Womanizer Cal Langdon, bereits am Flughafen trifft und erkennt: Es ist aufrichtige Abneigung auf den ersten Blick! Und sie haben eine Woche in einer toskanischen Villa vor sich! Doch dann müssen Jane und Cal alles tun, um die Hochzeit ihrer Freunde zu retten. Und lernen Amor und sich selbst von einer neuen Seite kennen …

"Dieses Buch ist eine prickelnde Mischung aus Liebe, Freundschaft und wahrer Romantik. Hinreißend!" ~ Publishers Weekly









Jane Harris - Eine erfolgreiche Karikaturistin und Inbegriff einer Amerikanerin - Befindet sich auf ihrer ersten Reihe nach Europa, genauer gesagt Italien, wo sie ihrer besten Freundin Holly als Trauzeugin bei ihrer geheimen Hochzeit zur Seite stehen soll. Auch Hollys Verlobter Mark ist in Begleitung seines Trauzeugen: Dem arroganten Reporter Cal Langdon, der die letzten Jahre in der Wüstenlandschaft Saudi-Arabiens verbracht und darüber ein Buch veröffentlicht hat. Die quirlige Jane, mit ihrer Faible für Film und Fernsehen, großer Romantik und einem Hauch Kitsch und einem leichten Hang zur Naivität versteht sich ganz und gar nicht mit dem kühlen Cal, der die Liebe für Einbildung und nicht existent hält und zudem alles besser weiß. Ständig liegen sich die beiden nicht nur auf dem Weg zu der Villa von dem wohlhabenden Onkel Hollys in dem italienischen Le Marche in den Haaren und tragen ihre Abneigung zu einander aus. Cal, der überzeugt ist, sein bester Freund Mark begehe mit der Hochzeit einen schrecklichen Fehler, nimmt sich vor, eben diesem die Hochzeit auszureden, während Jane dies mit aller Macht zu verhindern versucht, wobei sie sich noch um die zweifelnde Holly kümmern muss, der die Ablehnung ihrer Eltern gegenüber der Bindung zwischen ihr und ihrem Verlobten schwer zusetzt. Als die Trauung des Paares wegen eines fehlenden Dokuments in Gefahr gerät, setzt Jane alles daran, die Hochzeit doch noch zu retten und schleift Cal, weil sie auf dessen Hilfe angewiesen ist, mit sich, um das Dokument aus dem mehrstündig entfernten Rom zu beschaffen, wobei sich die beiden als Holly und Mark ausgeben müssen, da diese durch eine Lebensmittelvergiftung außer Gefecht gesetzt sind. Janes unbeschwerte Art lässt Cal immer mehr auftauen und ins Grübeln geraten, ob seine Ansichten bezüglich der Liebe wirklich gerechtfertigt sind. Auch Jane muss mit Entsetzen fest stellen, dass sie sich in den wohl doch ein Herz besitzenden Cal verliebt hat. Nur haben scheinbar beide keine Ahnung, was der jeweils andere von ihm denkt...

"Cal: »Sie wissen, es handelt sich dabei lediglich um eine chemische Reaktion im Gehirn, ausgelöst durch Phenylethylamin, oder?«
Ich: (verwirrt) »Wollen sie damit sagen, dass Mark und Holly sich gar nicht richtig lieben? Dass alles nur eine Kopfsache ist?
«
Cal: 
»Ich will damit sagen, dass kein Mensch einen anderen liebt. Menschen fühlen sich zueinander hingezogen und paaren sich, um sich fortzupflanzen, weil das unser natürlicher Instinkt ist. Aber diese Anziehung dauert nicht ewig. Wie bei allen Drogen, gewöhnt sich der Körper mit der Zeit an das Phenylethylamin, ein Stimulans, nach dem das Gehirn süchtig ist, und irgendwann lässt die Anziehungskraft des Partners nach. Das ist ein völlig natürlicher Prozess. Damit der Körper dieselbe Menge Phenylethylamin produziert wie im Zustand des Verliebtseins, muss man große Mengen Schokolade verzehren.«
Ich: »Dann... glauben Sie also nicht an die Liebe?«
Cal: »Ich denke, dass habe ich eben gesagt.«
Ich: »Weil sie dieses Thema intensiv studiert haben?«
Cal: »Ja, aus meiner eigenen persönlichen Erfahrung. Und aus den Beziehungen in meinem Umfeld, die ich beobachtet habe.«
Ich: »Dann werden Holly und Mark sich trennen, weil es so etwas wie Liebe gar nicht gibt?«
Cal: »O nein. Nun, ja, letztendlich schon. Aber bevor es soweit ist, werden sie sich trennen, weil sie aus unterschiedlichen Verhältnissen stammen.« "
S. 104  aus "Aber bitte für immer" von Meg Cabot


-> An dieser Stelle hätte ich Cal am liebsten umgebracht! Der mit seinen wissenschaftlichen... Gelaber! Was für ein Mist! Der hat doch keine Ahnung...










Das Buch ist aus Einträgen aus Janes Reisetagebuch, welches sie ursprünglich vorhatte Mark und Holly zu schenken, PDAs von Cal Langdon und E-Mails der verschiedenen Personen zusammen gesetzt, was mal eine andere Form der Geschichtenerzählung ist. Die Story beginnt am Flughafen, wo sich Jane und Cal zum ersten Mal begegnen. Schon bevor sie wissen, wer der andere ist, wird die gegenseitige Abneigung zu einander deutlich. Ich mag eigentlich alle Charaktere gerne, auch wenn Cals Ansichten zum Thema Liebe einer hoffnungslosen Romantikerin wie mir fast das Herz herausreißen und mich Janes Naivität manchmal etwas nervt. Aber ich habe mich dementsprechend gefreut, wie Jane dem arroganten Cal Paroli geboten hat. Und obwohl sie sich beide über die Eigenarten des jeweils anderen aufregen, ist für mich die Faszination der beiden füreinander schon von Anfang an herauszulesen. Die Story selbst ist eine wirklich schöne Idee, auch wenn etwas vorhersehbar. Der Schreibstil der Autorin ist okay, sie versteht es klar und deutlich und auch mit Humor die Geschehnisse zu schildern und die Figuren darzustellen. Allerdings strotzt die Geschichte nur so von Klischees und überrascht war ich jetzt nicht wirklich oft. Dennoch gelingt es Meg Cabot Spannung aufzubauen, was das Lesen dann nicht unbedingt zu einem aufregenden Erlebnis macht, jetzt aber auch nicht einen vor Langeweile einschlafen lässt. Mich hat das Buch jetzt nicht wirklich vom Hocker gehauen, es ist leicht und flüssig zu lesen, ein netter Roman, aber nichts außergewöhnliches. Punktabzug gibt es für die Vorhersehbarkeit und ein paar wirklich unnötige Passagen.



Liebe Grüße, Natalie (:


Kommentare:

  1. Mir gefällt von Meg Cabot "Um die Ecke geküsst" sehr gut. Wenn du magst, kannst du hier meine Rezi dazu lesen: http://baddicted.blogspot.de/2013/01/um-die-ecke-gekusst.html

    LG

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