31 März 2013

Rezension zu "Blood and Chocolate" von Annette Curtis Klause

Keine Kommentare:


Titel: Blood and Chocolate
Autor: Annette Curtis Klause
Preis: 14,99€ [D]
Seitenanzahl: 336
Meine Wertung: 1 Federviech
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3453266919
Will ich kaufen!


Kannst du mich lieben, so wie ich bin?

Nur bei Mondschein fühlt sich die sechzehnjährige Vivian ganz in ihrem Element. Dann verwandelt sich das schöne und leidenschaftliche Mädchen in einen Wolf und streift gemeinsam mit ihrem Rudel durch die Wälder Marylands. Doch als Vivian sich eines Tages in Aiden, einen Menschen, verliebt, muss sie eine schicksalhafte Entscheidung treffen...

In Blood and Chocolate erzählt Bestsellerautorin Annette Curtis Klause eine berührende Liebesgeschichte voller Magie und Abenteuer.








Nach einem verheerenden Brand, welcher von nach einem Mord aufgebrachten Menschen, ausgelöst wurde, müssen Vivian, die ein loup-garou ist, und ihr Rudel in eine Kleinstadt ziehen, obwohl die Wölfe diese eher meiden und an weiten, abgeschiedenen Orten leben, um den Menschen aus dem Weg zu gehen. Allen ist klar, dass sie deshalb so schnell wie möglich wieder weiter ziehen sollten, doch  das gestaltet sich schwieriger als Anfangs gedacht. Vivian selbst wird durch ein Gedicht, dass in der Schülerzeitung ihrer neuen Schule neben einem Bild von ihr abgedruckt wird, auf ihren Mitschüler Aiden aufmerksam. Vivian verliebt sich verbotener Weise in den Jungen und will ihm von ihrem Geheimnis erzählen. Doch Aiden reagiert auf ihr Geständnis anders als erwartet, und als sich die Ereignisse überschlagen, wird Vivian klar, dass sie niemandem trauen kann. Nicht einmal sich selbst...










"Eine berührende Liebesgeschichte voller Magie und Abendteu..." - Wie bitte? Das ist doch wohl ein Scherz! Jaja, wirklich rührend, diese tragische Liebesgeschichte zwischen der armen Vivian und dem armen Aiden! Pft. Als ob. Das Buch selbst habe ich mir gekauft, da ich es für nur 5 Euro in einer Buchhandlung entdeckt habe und mir dachte, ich könnte es mal mitnehmen. Die Story? Ja meinetwegen, Mrs. Curtis Klause hat sich ein paar nette und originelle Ideen einfallen lassen und ich habe über die lieben "Werwölfe" noch nie etwas dieser Art gelesen, aber das finde ich auch gut so. In all den anderen Fantasieromanen, in denen solch ein Fabelwesen der Hauptcharakter ist, besitzen diese nämlich noch so etwas wie Menschlichkeit, aber Vivian und ihre Wolfsfreunde sind doch mehr Tier. Und das macht es mir ehrlich gesagt wirklich schwer, mich mit dem Mädel zu identifizieren. Zum einen ist sie selbstsüchtig wie sonst was, total arrogant und ich kann wirklich nicht nachvollziehen, was Aiden an ihr findet. Sie hat was... von einer Domina. Naja, vielleicht steht er ja auf SM. Kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen. Nein. Aiden ist ein lieber Kerl (Und trägt echt seltsame Hemden), aber ich mag ihn ganz gerne, er passt aber sowas von GAR NICHT zu Vivian. Ein Glück, dass (SO RICHTIG SPOILER :D) dieser Kelch am Ende an ihm vorüber gegangen ist. Aber wieder zurück zu Vivian: Sie ist total auf sich selbst fixiert, heult dann aber als sie "Mist" gebaut hat rum und will sich plötzlich umbringen. Klar, die Umstände sind etwas schwierig, aber gleich die Flinte ins Korn werfen, muss ja auch nicht sein. Urgs. Ich konnte den Hauptprotagonist eines Buches noch nie so wenig ausstehen! Was mir auf alle Fälle fehlt ist das... Gute. Das Gute in diesem Haufen tollwütiger Hunde. Die sind doch alle so blutgeil und machtbesessen, das macht echt keinen Spaß mehr. Weiterempfehlen? Würde ich nie. Sorry, Annette, Ich bin sicher, sie sind eine tolle Autorin, aber mir persönlich hat es echt nicht gefallen. Der Schreibstil? Gewählt ist die Erzähler-Perspektive und im Fokus steht (natürlich) immer Vivian. Ich mag den Namen übrigens nicht. Vivian. Klingt schon arrogant. Sorry an alle Vivians da draußen,ich bin sicher, ihr seid richtig nett. Nur eben nicht, wenn ihr ein Werwolf seid. Ansonsten ist es leicht geschrieben, nichts außergewöhnliches (Wie beispielsweise Markus Zusak, Sorry, Schleichwerbung *-*), aber gut verständlich und mit der richtigen Distanz. Alles in allem, vergebe ich


Das eine Federviech ist für die paar neuen Ideen und den netten Schreibstil.
Punktabzug für alles andere. Das Cover finde ich ein bisschen... Hm. Naja. Okay. Der Titel passt für mich nicht ganz zum Buch.

Liebe Grüße und Frohe Ostern

30 März 2013

Rezension zu "Als die schwarzen Feen kamen" von Anika Beer

Keine Kommentare:


Titel: Als die schwarzen Feen kamen
Autor: Anika Beer
Preis: 12,99€ [D]
Seitenanzahl: 448
Meine Wertung: 5 Federviecher
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-40147-7
Will ich kaufen!


...Eine Geschichte, die einen Lesesog entfaltet, dem man sich nicht entziehen kann...

Als ein gefährlicher Schwarm schwarzer Feen Marie bedroht, gibt es nur einen, der ihr helfen kann: Gabriel, der mysteriöse Junge, der die dunklen Wesen zu sehen vermag, die sich in den Schatten der Menschen verbergen. Doch als Marie sich entschließt, Gabriels Hilfe zu suchen, haben die schwarzen Feen die Grenze zu unserer Welt bereits durchbrochen...

"Anika Beer zeichnet mit klaren Worten glaubhafte Figuren, die einen sofort mitnehmen in ihre außergewöhnliche Schattenwelt." ~ Kai Meyer







Als die fünfzehnjährige Marie von dem allseits umschwärmten Gabriel angesprochen wird, ist diese eher verwirrt als geschmeichelt. Zum einen kann sie sich nicht vorstellen, was der beliebte Schüler von ihr wollen könnte und zum anderen weiß er nur all zu genau über ihr Seelenleben Bescheid und das, obwohl sie ihn kaum kennt. Er erzählt ihr von den Schatten, den düsteren Gestalten die sich hinter jedem Menschen im Verborgenen halten und die nur er zu sehen imstande ist und will sie vor der ungewöhnlichen Bedrohung ihres eigenen Schattens, einem Schwarm schwarzer Feen warnen. Marie, die ihm nicht glaubt, ist jedoch schließlich gezwungen Gabriel um Hilfe zu bitten, als die schwarzen Feen die Grenze zu ihrer Welt bereits überwunden haben und schließlich die Menschen in ihrer Umgebung bedrohen. Marie muss schnell handeln, um überhaupt eine Chance gegen die wachsende Übermacht zu haben und lernt zudem auf schmerzlichste Weise wie leicht Vertrauen missbraucht werden kann und, dass Menschen nicht immer das sind, was sie vorgeben zu sein.









Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, woher ich das Buch habe, aber da ich schon immer ein Fan von solche Mythen und Sagen von Feen und Elfen war (Kleinmädchentraum ;D) und auch vor allem von Büchern, die nicht immer das Gleiche zu erzählen haben, hat mich die Geschichte schon von Anfang an fasziniert. 
Die Autorin lässt einen sofort in das Geschehen eintauchen in dem man sogleich mit Marie's Problemen, mit denen sie seit dem Tod ihres Vaters zu kämpfen hat, konfrontiert wird, nachdem der Prolog zunächst einige Fragen aufgeworfen hat. Die gesamte Geschichte ist aus der Erzähler-Sicht geschrieben, unregelmäßig abwechselnd stehen dort im Fokus Marie, Gabriel oder Lea, die mit ihrem Maskierten in der Phantasiewelt Marie's, der Obsidianstadt um ihr Überleben kämpft und (Achtung Spoiler) schließlich der Auslöser ist, dass die schwarzen Feen, die für den Zerfall von Lea's Heimatstadt verantwortlich sind, in unsere Welt gelangen können.
Was ich an diesem Buch so liebe sind einerseits die charakterstarken Protagonisten, andererseits die wirklich außergewöhnliche Story, sprich Idee zu dem Buch. Mit Marie fiel es mir persönlich leicht mich zu identifizieren, da sie mit ihrer schüchternen, unsicheren Art gut die Gefühle sehr vieler Jugendliche in diesem Alter widerspiegelt. Dazu wirkt sie auf mich ein ganz klitzekleines bisschen naiv und ein Hauch verzweifelt, was natürlich an dem vielen Unglück, was sie in ihrem Leben schon miterlebt hat, liegt. Gabriel ist auch ein Charakter, den ich wirklich sehr mag. Durch seine Gabe - oder Fluch - ist er eher zu einem Einzelgänger geworden und hat gelernt, sich zu distanzieren. Dadurch, dass seine Eltern sich von ihm entfernten, musste er viel zu schnell erwachsen werden.Und dennoch hat er diese liebevolle, einfühlsame, mitfühlende Seite an sich nie verloren. Er hat ein unglaublich großes, ja schon riesiges Herz. Zum Knuddeln, der Junge. Lea mag ich jetzt nun nicht ganz so gerne, sie kommt mir einen Hauch egoistisch und auch verbittert vor. Im Grunde, kann sie einem aber wirklich leid tun, das arme Mädchen. Und jeder Macht ja mal Fehler, oder?
Ich habe wirklich noch nie etwas in dieser Art gelesen und der leichte und auch nicht zu langatmige Schreibstil der Autorin Anika Beer erzählt auf wunderschöne Weise eine magische Geschichte von der grenzenlosen Macht der Phantasie und der bodenlos tiefen Seele der Menschen und zeigt uns, dass in jedem von uns ungeahntes schlummern kann.

Nervt es, dass ich nur Rezensionen zu so tollen Büchern schreibe und deshalb immer so hoch bewerten muss? ^^




Herzallerliebste Grüße!

26 März 2013

Rezension zu "Vom Mondlicht berührt" von Amy Plum

Keine Kommentare:


Titel: Vom Mondlicht berührt [Originaltitel: Until I die]
Autor: Amy Plum
Preis: 18,95€ [D]
Seitenanzahl: 414
Meine Wertung: 5 Federviecher
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7043-2
Will ich kaufen!


»Ich wünschte, es gäbe nur das Jetzt, nur diesen Augenblick - und keine Ewigkeit.«
In Kates Leben ist nichts mehr, wie es einmal war. Vincent und sie scheinen die Probleme überwunden zu haben, die sein Dasein als Revenant mit sich bringt. Als ihre Liebe zueinander stärker wird, drängt sich allerdings eine Frage auf: Wie sollen sie zusammenbleiben, wenn es Vincents Schicksal ist, immer wieder sein Leben zu opfern, um das anderer Menschen zu retten? Vincent hat zwar einen Weg gefunden, nicht mehr sterben zu müssen, aber der Preis dafür ist hoch. Kate kann und will es nicht ertragen, ihn derart leiden zu sehen, und sucht nach einem Ausweg aus dieser Situation. Doch dann tauchen plötzlich die skrupellosen Feinde der Revenants wieder auf und Kates Pläne drohen zu scheitern. Wird Vincents und ihre Liebe stark genug sein, um alle Hindernisse zu überwinden? Vom Mondlicht berührt ist der zweite Band einer Trilogie.








Das Zurücklassen des letzten Jahres und damit auch dessen dramatische Ereignisse, ist eine Erleichterung für Vincent und Kate, das jedoch von der immer wieder kehrenden Sorge um die unter einem schlechten Stern stehenden Beziehung zwischen den beiden überschatten wird. Vincent macht sich auf die Suche nach einer Lösung für ihn und Kate oder zumindest etwas, was ihnen das komplizierte Zusammenleben zwischen einem Revenant und einem Sterblichen erleichtert. Kurzerhand macht sich auch Kate auf eigene Faust auf die Suche und kommt dabei einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das jemand in ihrer Mitte zu hegen scheint, was nicht nur das Dasein aller Revenants, sondern auch der Menschen bedroht.










Das Buch spielt nur ein paar Monate nach dem Tod Luciens im ersten Teil, was es einem leicht macht, direkt in das Geschehen ein zu steigen. Der Schreibstil der Autorin reißt einen sofort mit und lässt einen direkt in die Atmosphäre Paris' eintauchen. Das ganze Buch hindurch lässt er auch keine Langeweile aufkommen und die Geschichte ist so unterteilt, dass man nicht sofort mit Informationen überhäuft wird, sondern nach und nach wie Kate selbst die noch ungelüfteten Geheimnisse der Revenants lüftet und beinhaltet den perfekten Grad an Überraschungen. Sie enthält die erstklassige Mischung aus Romantik, Bösewicht-Flair und (eindeutig richtig, mega, total spannender) Spannung!Das Einzige was mich etwas aufgeregt hat, war die Einstellung der Hauptprotagonisten, also der Revenants und Kate gegenüber den "Bösen", also den Numa. Es wurde schon erwähnt, dass es nur logisch ist, dass die Numa im Gegensatz zu den Revenants existieren, da dadurch ein Gleichgewicht entsteht. Aber die Revenants tun allesamt, als wären sie wertvoller als alle Numa (Und oft auch als die sterblichen Menschen) und der Mord an ihnen eine Heldentat, Klar, weil die Numa die Bösen sind, erscheint das im ersten Moment auch richtig, aber wer gibt ihnen das Recht darüber zu entscheiden? Wenn sie sich verteidigen wollen, okay, aber einfach so Numa umbringen? Die moralische Vertretbarkeit dahinter will sich mir nicht erschließen.
|| Achtung Spoiler! Wer noch nichts aus dem Buch verraten haben möchte sollte hier lieber das nicht lesen! -> Unten geht's dann weiter und auch zur Sterneverteilung||
Und was mir überhaupt nicht einleuchtet, ist, warum Kate nach dem Verbot von ihrem Großvater, Vincent wieder zu sehen und sie sich entscheidet, es doch zu tun, sie es Papy geheim hält. Und vor allem, warum Papy es ihr überhaupt verbietet, weil Erstens: Er genau weiß, wie sehr Kate Vincent liebt und, dass sie demnach dem Verbot niemals Folge leisten würde und Zweitens: Sie ihr eigenes Leben lebt und einfach sagen könnten, dass sie da nicht mitmacht und sich nicht von ihm verbieten lässt, den Mann, den sie liebt zu sehen.











Abgesehen also von ein paar mir nicht nachvollziehbaren Entscheidungen von Kate, liebe ich das Buch abgöttisch, ebenso wie die Figuren und den ganzen Plot, auch wenn ich jetzt den originalen Titel "Until I Die", genau wie bei dem ersten Teil passender finde, gefällt mir das deutsche Cover beispielsweise sogar ein bisschen mehr, als das englische.
Zudem sterbe ich fast vor Neugierde wie es weiter geht!!! Der Cut war echt oberfies.




Trotzdem:




Liebste Grüße,



Eure Nati


24 März 2013

Rezension zu "Für jede Lösung ein Problem" von Kerstin Gier

Kommentare:


Titel: Für jede Lösung ein Problem
Autor: Kerstin Gier
Preis: 8,99€ [D]
Seitenanzahl: 304
Meine Wertung: 5 Federviecher
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3404156146
Will ich kaufen!


"Was wäre, wenn ihre Familie, Freunde und Bekannten wüssten, was sie wirklich über sie denken...

Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht dabei nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka - und Gerris Leben wird von einem Tag auf den anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!"









In dem Buch geht es um die 30-Jährige Gerda Thaler, genannt Gerri, von Beruf Schriftstellerin und schon jahrelangem Single. Alle ihrer unmöglichen Familie und auch alle ihrer Freunde sind glücklich verheiratet und/oder haben zauberhafte Kinder.
Wäre das Leben zwischen all diesen glücklichen Paaren gerade noch erträglich, wird der Verlag, für den sie Groschenromane schreibt aufgekauft und die Reihen, an denen sie arbeitet eingestellt und Gerri steht plötzlich ohne Job da.
Gerri beschließt den Schlussstrich zu ziehen und schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt oder auch weniger kennt. Als dann jedoch einer ihrer Freunde heulend in dem Hotel, welches Gerri für ihren Plan ausgesucht hat, auftaucht und unter Whiskey stehend unwissend dafür sorgt, dass Gerri die Schlaftabletten und somit die Fahrkarte ins Jenseits abhanden kommen, muss sie zunächst zu ihrer besten Freundin flüchten.Gerri muss sich von nun an mit all den Mitmenschen, denen sie ihre letzte Worte geschickt hat, auseinander setzen und merkt schon bald, wem sie wirklich etwas bedeutet und wem nicht. Zwischen Kochabenden, Zahnarztbesuchen, Silberhochzeiten und sonntäglichen Mittagessen stellt Gerri schließlich fest, dass das Leben doch unheimlich viel lebenswertes zu bieten hat und der Glaube an das Glück mehr bedeutet, als man ahnt.








Dieses Buch gehört definitiv und unangefochten zu meinen Lieblingsbüchern! Es besitzt Geist, Witz, Spannung, mit tollen Darstellern, einer schönen Story und lässt niemals Langeweile aufkommen! Das besondere ist der außergewöhnliche Schreibstil der Autorin, Kersti Gier, dessen Humor auf jeder Seite immer wieder ein Schmunzeln, Kichern und regelrechte Lachanfälle auslöst. Mit einem leichten Hauch Ironie und einem Schuss Sarkasmus wird die Geschichte einer Frau erzählt, die mal wieder zeigt, was für ein Geschenk das Leben ist und dass man nie die Hoffnung aufgeben sollte und das man vor allem immer auf eine Überraschung des Schicksals vorbereitet sein sollte. Der Plot ist übersichtlich gestaltet, spannend und ohne langweilige Phrasen, alle Protagonisten waren mir auf anhieb sympathisch (ausgenommen den "Bösen" natürlich :D) und sind klar gezeichnet.
Ich liebe das Buch, man kann es immer wieder lesen, ohne dass es langweilig wird und für mich gibt es hier nicht den geringsten Kritikpunkt!




Ein paar meiner Lieblingsstellen:

>>
Ich kämpfte ernsthaft gegen den Drang, über den Schreibtisch zu langen, den Mann beim Kragen zu packen und zu schütteln. "Hömma, du, Grünauge, ich materialisiere dich gleich auch in der Zwischenwelt, wenn du nicht mit deinem dämlichen Gequatsche aufhörst!" Aber dafür hätte ich das schützende Regal in meinem Rücken verlassen müssen und wäre vermutlich bäuchlings auf den Schreibtisch gekippt. << S.61

>> "Ach was", sagte ich. "Ihr werdet wunderbare Eltern sein.""Nein", sagte Charly. "Gestern Abend habe ich wieder geraucht. Zwar nur eine halbe Zigarette, aber es war stärker als ich."
"Nur eine halbe ist nicht so schlimm", sagte ich.
"Du weißt doch, was immer mit meinen Zimmerpflanzen passiert", sagte Charly. "Was, wenn es dem Baby auch so geht?"
"Da würde ich mir keine Sorgen machen", sagte ich. "Der Mensch wächst an seinen Aufgaben."
"Ich werde es im Supermarkt stehen lassen", sagte Charly.
"Wir werden ihm ein Glöckchen umbinden", sagte ich. << S.95

 
>> Ole nickte. "Ja, wie ein schäbiger, zweitklassiger Privatdetektiv habe ich meine Frau beschattet. In der Unterwäscheabteilung von Kaufhof musste ich mich hinter Ständern von BHs ducken. Die anderen Kunden dachten, ich sei ein Perverser."
"Vermutlich", sagte ich. "Ich meine, ach was." << S.109


>>
"Doch, doch", sagte Charly unbeirrbar. "Ihr unterschätzt das Unterbewusstsein, Leute! Das ist immer stärker als wir. Und Gerris Unterbewusstsein wollte leben! Es wollte Zoff! Es wollte Action. Es hatte diese ganze höfliche, verlogene Scheiße satt."
"Toll", sagte ich. "Und jetzt muss ich das alles ausbaden. Ich hasse mein Unterbewusstsein
." << S.167

Ich könnte jetzt noch ewig so weitermachen, aber dan säßen wir morgen noch hier ;)

Liebe Grüße, Eure Nati